04.09.2013
"Nur mal sehen, wie das läuft" - Bürgerbus in Horrweiler erfolgreich gestartet

Die erste Fahrt ist geschafft. Es freuen sich Otfried Urban, Eckhard Siegfried (Projektleiter), Susanne Schrader (Fahrerin der ersten Fahrt), Brigitte Urban und Michael Schué vom Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur (v. l. n. r.). Foto: Holger Jansen/nexus."Schon zu meiner Schulzeit waren die letzten Kilometer das Problem", sagt Simone Elfen. Da wurden die Schüler gefahren und abgeholt. Ein Zustand, der schon damals unbefriedigend war. Heute ist Simone Elfen 38 Jahre alt und selbst Mutter zweier schulpflichtiger Kinder. Und mit dem neuen Bürgerbus der Ortsgemeinde Horrweiler setzt sie als stellvertretende Projektleiterin ein Zeichen für die bessere Mobilität der Menschen im Ort. Nach einem guten Jahr der intensiven Beratungen und Gespräche konnte der "Horrweiler Bürgerbus Service" (Hobbs) am 2. September 2013 starten. Die Projektleitung übernahm Eckhard Siegfried (57). Für die neue Aufgabe konnten sechs Fahrerinnen und Fahrer gewonnen werden.

Erste Fahrerin am ersten Betriebstag war Susanne Schrader (32). Und als jüngster Fahrgast war ihre zehn Monate alte Tochter Antonia mit dabei. Die Grundschullehrerin ist gerade in Elternzeit und engagiert sich im Bürgerbus-Projekt. "Zu meiner Jugend war das Fahren hier auch schon ein Thema", berichtet Schrader, die in Horrweiler aufwuchs und vor zwei Jahren in den Ort zurückkehrte. Als Fahrzeug nutzen die Bürger einen neuen Fiat Scudo. Keine 100 Kilometer hat er am ersten Betriebstag auf dem Tacho. Um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen wurde eine Sitzreihe entfernt. Denn der Bürgerbus darf maximal fünf Personen gleichzeitig befördern. Sollten es mal mehr sein ist das aber kein Problem. Denn bei der kurzen Entfernung kann im Notfall auch zweimal gefahren werden, ohne dass Fahrgäste lange warten müssen.

Klar zur ersten Fahrt im Bürgerbus Horrweiler: Am Steuer sitzt Susanne Schrader, die ersten Fahrgäste sind Peter Neumann (vorne) sowie Otfried und Brigitte Urban (hinten). Foto: Holger Jansen/nexusVor der ersten Fahrt, die um 8.45 Uhr startet, erhält Susanne Schrader noch einige Informationen von Eckhard Siegfried. Für die Statistik werden die Fahrgastzahlen benötigt. Dann geht es vom Parkplatz im Hof des Dorfgemeinschaftshauses zur ersten Fahrt an die Haltestelle an der Hauptstraße. Drei Bürger warten dort schon auf die erste Fahrt. Otfried und Brigitte Urban (beide 77) aus Horrweiler wollen an diesem Montagmorgen "nur mal sehen, wie das alles funktioniert". Sie fahren einmal mit nach Gensingen und wieder zurück.
Peter Neumann will zum Supermarkt nach Gensingen und dort einkaufen. "Dann laufe ich weiter nach Langenlonsheim", berichtet der 76-Jährige während der Fahrt. Für die Rückfahrt wird er um die Mittagszeit einen Linienbus nehmen.

Es ist eine entspannte Fahrt. An den meisten Haltestellen sind kurze Pausen eingeplant. Vom Bahnhof Gensingen geht es weiter zum Einkaufszentrum. Von dort weiter zum Gesundheitszentrum und wieder zum Bahnhof. Nach 45 Minuten ist der Bürgerbus wieder in Horrweiler angekommen – die erste Fahrt ist erfolgreich absolviert. Die Projektgruppe entschied sich für einen festen Fahrplan. Hier wird sich dann in Gesprächen mit den Fahrgästen zeigen, wie gut der Bedarf gedeckt wird – oder wo noch nachgesteuert werden kann.

Mit einem neuen Fiat Scudo wird der Bürgerbus-Service in Horrweiler angeboten. Foto: Holger Jansen/nexus Eine erste Anpassung gibt es schon direkt zum Start. "Die Nachmittagsfahrt von Aspisheim ist unsere Schülerfahrt", berichtet Projektleiter Eckhard Siegfried. Ursprünglich für täglich um 14.50 Uhr geplant wurde sie um eine Stunde auf 15.50 Uhr verlegt. Eine kurze Rücksprache mit den Schülern im Projekt ergab, dass die Zeit zum neuen Stundenplan der Schulen in Bingen passt. Auch das ist etwas Besonderes: In dem rund 700 Einwohner zählenden Ort engagieren sich Bürger aller Altersklassen für ihren "Hobbs". Der jetzt entwickelte Fahrplan berücksichtigt Bedürfnisse von älteren Menschen und Schülern gleichermaßen.

Fast genau ein Jahr liegt der erste Kontakt zwischen den engagierten Bürgern und dem Projektteam Bürgerbusse Rheinland-Pfalz zurück. Ende August 2012 besuchte Dr. Holger Jansen die Aktiven vor Ort und informierte über Möglichkeiten für einen Bürgerbus. Da gibt es nicht "das Konzept", sondern immer eine für den Ort angepasste Lösung. So war es auch in Horrweiler. Die Entfernungen zum Stadtbus Bingen im Nachbarort Aspisheim und zum Bahnhof Gensingen liegen im einstelligen Kilometerbereich. Der Stadtbus nach Bingen und der Bahnhof in Gensingen sind wichtige Ziele. Dazu kommen Einkaufszentrum und Gesundheitszentrum sowie einige Arztpraxen in Gensingen.

Der erste Fahrgast Peter Neumann ist soeben im Einkaufszentrum in Gensingen ausgestiegen. Fahrerin Susanne Schrader vermerkt dies in der Statistik. Foto: Holger Jansen/nexusAnfang November 2012 trafen sich dann 30 interessierte Bürgerinnen und Bürger im Dorfgemeinschaftshaus. Dr. Holger Jansen und Dr. Martin Schiefelbusch moderierten eine Mobilitätswerkstatt. Wichtiges Thema waren damals die verschiedenen Zielgruppen des öffentlichen Verkehrs. "Schüler fahren nach Bingen oder Bad Kreuznach, die Senioren möchten vor allem nach Gensingen zum Einkaufen oder zum Arzt", betonte ein Teilnehmer. Aber auch an Berufspendler in das Rhein-Main-Gebiet müsse gedacht werden. Aus der Mobilitätswerkstatt entstand eine Projektgruppe, die nach und nach das Konzept entwickelte. Der Ortsgemeinderat genehmigte den Kauf eines neuen Fahrzeugs. Sponsoren konnten gewonnen werden. So stand dem ersten Betriebstag am 2. September 2013 nichts mehr im Weg.

"Am liebsten wäre mir, wenn wir bald die Sitze tauschen müssen, weil sie abgewetzt sind", sagt Projektleiter Eckhard Siegried mit einem verschmitzten Lächeln. Denn darum geht es: Das möglichst viele Bürger aus Horrweiler den Bürgerbus nutzten. Mit dem ersten Tag ist dafür eine wichtige Hürde genommen. Denn der fahrende Bürgerbus bringt den Menschen eine echte Verbesserung. Jetzt geht es vor allem darum, das Angebot stetig zu bewerben, um so möglichst viele Menschen zu erreichen.

Lesen Sie auch:
Bürgerbus Horrweiler startet am 2. September 2013 (externer Link)
Mobilitätswerkstätten in Horrweiler und Manubach stellen Weichen für Bürgerbus (14.11.2012, externer Link)

Linktipp:
Bürgerbus Horrweiler bei Facebook

Fahrplan für den Bürgerbus Horrweiler, gültig ab 3. September 2013 (Anm.: Im Dezember 2013 durch einen neuen ersetzt)

Der aktuelle Fahrplan für den Bürgerbus Horrweiler, gültig seit 3. September 2013.







26.08.2013
Bürgerbus in Horrweiler startet am 2. September 2013

Mit einer Mobilitätswerkstatt Anfang November 2012 legten die Bürgerinnen und Bürger aus Horrweiler selbst die Grundlage für den Bürgerbus. Die Veranstaltung moderierten Dr. Martin Schiefelbusch und Dr. Holger Jansen. Foto: Holger Jansen/nexusDer Bürgerbus in Horrweiler steht kurz vor dem Start: Am Montag, den 2. September 2013 findet um 8.45 Uhr die erste Fahrt statt. "Nach Monaten der Absprachen, Verhandlungen und Gespräche sind alle Hürden genommen", freut sich Projektmanager Eckhard Siegfried. Viele Sponsoren unterstützen das Projekt, so dass ein neues Fahrzeug angeschafft werden konnte. Im August 2012 beriet Dr. Holger Jansen aus dem Projekt Bürgerbusse Rheinland-Pfalz die Aktiven vor Ort. Anfang November 2012 moderierten Dr. Martin Schiefelbusch und Dr. Holger Jansen eine Mobilitätswerkstatt vor Ort. Daraus entstand eine Projektgruppe, die nach und nach das Konzept entwickelte und jetzt erfolgreich abgeschlossen hat.

Auch ein Name und ein Logo wurden erarbeitet: Die Abkürzung "HoBBs" steht für "Horrweiler Bürger Bus Service". Das Logo wird jetzt als Erkennungsmerkmal den Bürgerbus zieren. Der Bus ist geputzt und getankt, die sieben Fahrer stehen in den Startlöchern und warten auf viele Mitfahrer. Vor dem offiziellen Start am 2. September 2013 sind alle Aktiven und Interesseierten zu einer zwanglosen Feier am Samstag, 31. August 2013 um 14 Uhr in den Hof des Dorfgemeinschaftshauses eingeladen. Dort wird auch der Landrat zu Gast sein. Das Projekt wird erstmals der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. "Nutzen Sie den Service und entscheiden Sie so aktiv mit, dass der HoBBs eine Zukunft hat", appellieren Projektleiter Eckhard Siegfried und Simone Elfen an die Bevölkerung.

Die Fahrten sind generell kostenfrei. Es wird jedoch um eine Spende gebeten, um die laufenden Fahrzeugkosten zu decken. Eine Spendenbox steht beim Fahrer bereit.

Fahrplan und Einladung können Sie hier als pdf herunterladen.

Lesen Sie auch:
Mobilitätswerkstätten in Horrweiler und Manubach stellen Weichen für Bürgerbus (14. November 2012, externer Link)

31.05.2013
Broschüre präsentiert Ergebnisse

Der Bürgerbus bringt den Menschen in der Region eine echte Verbesserung. Sie kommen sicher hin und auch wieder zurück zu Veranstaltungen aller Art. Am 22.8.2012 besuchte Dr. Holger Jansen das 'Cafe Mittendrin' in Todenroth. Das Beispiel ist ausführlich in der Broschüre zum Bürgerbus Rheinland-Pfalz vorgestellt. Foto: nexusMit einer 50-seitigen Broschüre präsentiert das Team des Projekts "Bürgerbusse Rheinland-Pfalz" jetzt die wichtigsten Ergebnisse aus dreijähriger Arbeit in Rheinland-Pfalz. Zugleich erhalten interessierte Bürgerinnen und Bürger viele Tipps, wie aus der ersten Idee ein fahrender Bürgerbus wird. "Das öffentliche Verkehrsangebot in Rheinland-Pfalz kann sich sehen lassen und wird kontinuierlich verbessert", betont Minister Roger Lewentz in seinem Vorwort. Inzwischen gibt es in Rheinland-Pfalz landesweit rund 20 aktive Bürgerbusse. Drei davon sind als Praxisbeispiele in der Broschüre näher vorgestellt. "Ob in Langenlonsheim, im Hunsrück oder an der Saar – überall treffen Menschen zusammen, die sich engagieren und so das Gemeinwesen stärken", sagt Dr. Holger Jansen, der die drei Praxisbeispiele in der Broschüre verfasst hat. Aufgrund der demografischen Entwicklung werden vor allem in ländlich strukturierten Gebieten ergänzende Mobilitätsformen immer wichtiger. Bürgerbusse können hierbei einen Beitrag zum Erhalt einer nachhaltigen Mobilität leisten.

Die Broschüre können Sie hier als pdf (3 MB) herunterladen.

15.03.2013
Bürgerbus in Maxdorf erfolgreich gestartet

maxdorf b 400Der Bürgerbus in Maxdorf fährt seit Januar 2013. Die Testphase dauert bis Ende März. Alle wichtigen Geschäfte werden angefahren, der Bus hält direkt vor der Ladentür. Außerdem geht es über die Hauptstraße durch die Ortsmitte und in die verschiedenen Neubaugebiete. Am 7.2.2013 hält der Bus auch am Bahnhof. Foto: Martin Schiefelbusch/nexusDer Bürgerbus in Maxdorf fährt seit Januar 2013. Die Testphase dauert bis Ende März. "Wir fahren nach einem festen Fahrplan auf zwei Schleifen durch Maxdorf, Birkenheide, in die BASF-Siedlung und nach Fußgönheim, und zwar immer montags und donnerstags am Vormittag", sagt Hermann Rockstroh. Als Vorsitzender des Seniorenbeirates war Rockstroh von Beginn an mit dem Projekt befasst. Alle wichtigen Geschäfte werden angefahren, der Bus hält direkt vor der Ladentür. Außerdem geht es über die Hauptstraße durch die Ortsmitte und in die verschiedenen Neubaugebiete.

Der Bürgerbus in Maxdorf fährt seit Januar 2013. Die Testphase dauert bis Ende März. Alle wichtigen Geschäfte werden angefahren, der Bus hält direkt vor der Ladentür. Außerdem geht es über die Hauptstraße durch die Ortsmitte und in die verschiedenen Neubaugebiete. Am 7.2.2013 hilft Heribert Vetter Helga Mayer beim Einsteigen. Foto: Martin Schiefelbusch/nexus Am 7. Februar 2013 sind Horst Ströble als Fahrer und Heribert Vetter (im Bild) unterwegs. In der Anfangszeit steuern sie den Bürgerbus gemeinsam. Als Fahrgast nutzt Helga Mayer das Angebot für eine Fahrt zum Einkaufen in die Ortsmitte. "Früher hat mich mein Sohn gefahren, aber er musste immer extra aus Lambsheim kommen", erzählt Helga Mayer während der Fahrt. "Ich bin sehr froh, dass es den Bürgerbus gibt", ergänzt die Seniorin. Die Fahrer helfen gern beim Einsteigen und Verstauen des Rollators.

In Maxdorf gewann das Thema Bürgerbus im letzten Jahr unerwartet an Dynamik. Der Grund: Die RV-Bank Rhein-Haardt hatte dem Seniorenbeirat der Verbandsgemeinde Maxdorf ein Fahrzeug als Spende übergeben. Planung und Projektsteuerung vor Ort übernahm der Seniorenbeirat der Verbandsgemeinde. Kontakte hatten die Aktiven in Maxdorf auch mit dem erfolgreichen Bürgerbusprojekt in Langenlonsheim. Sowohl in Maxdorf als auch in Langenlonsheim waren Martin Schiefelbusch und Holger Jansen an der Projekt- und Konzeptentwicklung beteiligt.

04.02.2013
Bürgerbus Vierthäler erfolgreich gestartet

Klaus Stiehl (62) hatte die Idee für den Bürgerbus Vierthäler. Er übernahm auch die Schicht am ersten Betriebstag, Dienstag, 22. Januar 2013. Das Bild zeigt den Fahrer der ersten Stunde im April 2014. Foto: Dr. Holger Jansen/Projekt Bürgerbusse Rheinland-Pfalz "Das war ein erfolgreicher Tag." Klaus Stiehl ist sichtlich zufrieden. Als ehrenamtlicher Bürgerbusfahrer hat der 62-Jährige drei Fahrgäste nach Bacharach und einen weiteren von Trechtingshausen nach Bingerbrück befördert. An diesem verschneiten Dienstag, den 22. Januar 2013, startete der Bürgerbus Vierthäler. Mit dem Bürgerbus verbessert sich die Mobilität der älteren Menschen deutlich. So auch bei der ersten Fahrt: Ältester Fahrgast war die 88-jährige Margarete Laudert aus Oberdiebach.

Klaus Stiehl war im aktiven Erwerbsleben Industriemechaniker. Er hatte die Idee für den Bürgerbus. "Die Menschen werden älter, Läden, Ärzte oder Banken gibt es in unseren Ortsgemeinden nicht mehr", berichtet der 62-Jährige. "Früher habe ich gedacht: Wenn ich alt werde verkaufe ich mein Haus und ziehe in die Nähe von Ärzten und Einkaufsmöglichkeiten", ergänzt Stiehl. Doch inzwischen hat er erkannt, dass das nicht so einfach ist. Deshalb ist Mobilität ein wichtiger Baustein für ein selbstbestimmtes Leben. Nach der ersten Idee, dass man da etwas machen müsste, folgten Gespräche mit dem Manubacher Ortsbürgermeister Karl Mades und weiteren Interessierten. Die Kirchengemeinde gab "grünes Licht", um das vorhandene Fahrzeug zu nutzen.

Unterstützt wurden die Aktiven vom ÖPNV-Verein Rheinhessen und dem Projektteam "Bürgerbusse Rheinland-Pfalz". Ein moderierter Workshop unter Leitung von Dr. Holger Jansen und Dr. Martin Schiefelbusch am 5. November 2012 in Manubach gab weitere Informationen an die rund 45 Gäste. Mit dabei waren der Koordinator und Fahrdienstleiter vom Bürgerbus Langenlonsheim.

Eine Steuerungsgruppe klärte nach und nach die noch offenen Fragen. Jetzt engagieren sich 14 Personen als Fahrer, 7 koordinieren den Telefondienst. Zur ersten Fahrt berichtete auch die SWR-Landesschau. Der Bürgerbus Vierthäler fährt dienstags und donnerstags. Fahrtwünsche sollten am Vortag telefonisch angemeldet werden.

Bürgerbus Vierthäler:
Betriebstage Dienstag von 8 – 12.30 Uhr und Donnerstag von 8 – 17 Uhr
Bitte melden Sie Ihren Fahrtwunsch am Vortag an: Tel. 06743 909497

Linktipps:
Mehr über das nexus Institut (externer Link)
Mobilitätswerkstatt in Manubach vom 5. November 2012

17.01.2013
Bürgerbus Vierthäler rollt ab 22. Januar 2013

Der Bürgerbus aus Langenlonsheim war zu Gast in Manubach. Es freuen sich (v.l.n.r.) Fahrdienstleiter Rudi Möller, Bürgerbusbetreuer Ralph Hintz, Ortsbürgermeister Karl Mades (Manubach), Verbandsgemeindebürgermeister Franz-Josef Riediger und Heike Fenn vom ÖPNV-Verein Rheinhessen. Im Fahrzeug sitzt Dr. Martin Schiefelbusch. Bild: nexus/Holger JansenDer Bürgerbus Vierthäler wird am 22. Januar 2013 zum ersten Mal fahren. Das hat Ortsbürgermeister Karl Mades aus Manubach mitgeteilt. 14 Fahrer und 5 Personen für den Telefondienst stehen bereit. Damit führt die intensive Zusammenarbeit zwischen vielen Akteuren jetzt zu einem guten Ergebnis. Beteiligt an der Bürgerbusentwicklung waren Dr. Holger Jansen und Dr. Martin Schiefelbusch vom Projekt "Bürgerbusse Rheinland-Pfalz".

Wichtiger Meilenstein war ein Workshop in Manubach, den Martin Schiefelbusch und Holger Jansen am 5. November 2012 moderierten. "Der Workshop hat uns sehr geholfen", sagt Karl Mades im Rückblick. Die weitere Arbeit vor Ort übernahm danach eine Steuerungsgruppe unter Leitung des Ortsbürgermeisters. Sie schloss die Arbeit jetzt erfolgreich ab. Die Kirchengemeinde stellt den vorhandenen Bus zur Verfügung. Pfarrer Timm Harder und der Kirchengemeinderat unterstützen das Projekt ebenfalls.

Fahrer der ersten Fahrt wird Klaus Stiehl sein, der auch die Idee für das Projekt hatte. Zur Eröffnung erwarten die Aktiven die SWR-Landesschau mit einem Fernsehteam. Bürgerbusse können den öffentlichen Verkehr ergänzen. Das zeigen die rund 20 fahrenden Bürgerbusse in Rheinland-Pfalz. "Wir freuen uns, dass aus vielen Vorgesprächen und dem Workshop Anfang November 2012 jetzt ein weiteres Bürgerbusprojekt entstanden ist", betonen Schiefelbusch und Jansen abschließend.