06.09.2012
WGS: Bedarf für ÖPNV-Anbindung in das Schindeldorf unstreitig

Dr. Holger Jansen stellte beim Koordinierungstreffen der Häuser der Familien und Mehrgenerationenhäuser Konzepte und Potenziale eines Bürgerbusses vor. Das Bild zeigt das Mehrgenerationenhaus im Bahnhof Waldfischbach-Burgalben. Bild: Dr. Holger Jansen/nexus. "Eine bessere Anbindung des Schindeldorfs an den öffentlichen Verkehr ist aus unserer Sicht dringend erforderlich", sagt Marlis Klauer von der Wählergemeinschaft Stromberg (WGS). Die engagierten Kommunalpolitiker der WGS organisierten gemeinsam mit dem Projektteam "Bürgerbusse Rheinland-Pfalz" eine Mobilitätswerkstatt im Schindeldorfer Ressort. Ziel der Veranstaltung war eine intensive Diskussion, wie das Schindeldorf spürbar besser an den öffentlichen Verkehr angebunden werden kann.

"Der Bürgerbus ist ein möglicher Weg", zieht Dr. Holger Jansen vom Projektteam eine erste Zwischenbilanz der Mobilitätswerkstatt. Gemeinsam mit Moderator Dr. Raban Daniel Fuhrmann informierten die Projektmitarbeiter rund 30 Gäste über verschiedene Wege zum Bürgerbus. Schon heute fahren Eltern häufig nach Stromberg, um dort ihre Kinder abzuholen. Die Verbindung mit Linienbussen in das Schindeldorf ist auf wenige Fahrten im Schülerverkehr begrenzt. "Wenn ich am Abend aus dem Kino komme bin ich immer auf das Auto angewiesen", brachte es eine Teilnehmerin auf den Punkt.

Verbesserungen wären jetzt möglich. Von den 30 Gästen der Mobilitätswerkstatt haben zehn spontan ihr Interesse für eine weitere Mitarbeit bekundet. "Die Veranstaltung mit dem Bürgerbus-Projekt hat deutlich gezeigt, dass wir ein besseres Angebot brauchen. Ehrenamtliches Engagement sollte hier mit hauptamtlicher Unterstützung verknüpft werden", betont Marlis Klauer. Der Vorstand der WGS wird in Kürze über die nächsten Schritte beraten.

Weitere Auskünfte zum Thema bei Marlis Klauer, Fraktionsvorsitzende WGS Stromberg e.V., Tel. (06724) 601172 oder E-Mail hallo[at]wgs-stromberg.de

06.09.2012
Holger Jansen stellt Bürgerbus bei Koordinierungstreffen vor

Dr. Holger Jansen stellte beim Koordinierungstreffen der Häuser der Familien und Mehrgenerationenhäuser Konzepte und Potenziale eines Bürgerbusses vor. Das Bild zeigt das Mehrgenerationenhaus im Bahnhof Waldfischbach-Burgalben. Bild: Holger Jansen/nexus. "Wir bieten viel – aber wie kommen die Menschen zu uns? Das ist gerade bei uns auf dem Land ein Problem." Damit brachte eine Teilnehmerin beim Koordinierungstreffen der Häuser der Familien und Mehrgenerationenhäuser das Problem auf den Punkt. Ein Bürgerbus könnte eine mögliche Lösung sein. Als Referent beschrieb Dr. Holger Jansen Konzepte und Potenziale eines Bürgerbusses. "Es gibt nicht das Bürgerbus-Modell, sondern immer eine angepasste Lösung für den Bedarf vor Ort", betonte Jansen in seinem Vortrag.

Eingeladen in die Landeshauptstadt nach Mainz hatte das Institut für sozialpädagogische Forschung Mainz (ISM). Das ISM koordiniert die landesweite Abstimmung und den Austausch der Einrichtungen.

Häuser der Familien stehen allen offen: Eltern, Alleinerziehenden, Kindern und Jugendlichen, Großeltern und allen Menschen, die Familien unterstützen. In Rheinland-Pfalz gibt es 45 Häuser der Familien in allen 24 Landkreisen und 12 kreisfreien Städten. Rund 40 Gäste diskutierten angeregt, wie ein Bürgerbus mit der Arbeit im Haus der Familie oder einem Mehrgenerationenhaus verknüpft werden kann. Das Treffen fand am 3. September 2012 im Mainzer Kolpinghaus statt.

Linktipp: Mehr über Häuser der Familien/Mehrgenerationenhäuser in Rheinland-Pfalz

25.09.2012
Bürgerbus Horrweiler mit eigener Fanseite bei Facebook

Bürgerbus Horrweiler bei FacebookDie Ideen für einen Bürgerbus in Horrweiler finden sich jetzt auch bei Facebook. Wenige Wochen nach dem Start der Seite hat sie über 30 Fans. Einen Probelauf für einen Bürgerbus gab es in dem Weindorf im Jahr 2011 – jetzt geht es darum, die Erfahrungen für ein neues Projekt zu berücksichtigen. Voraussichtlich Anfang November wird es einen Workshop vor Ort geben. Horrweiler gehört zur Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen im Landkreis Mainz-Bingen. Der Ort ist seit der Römerzeit vom Weinbau geprägt und weist viele Merkmale eines rheinhessischen Weindorfs auf. Die Gemeinde hat rund 750 Einwohner. Die Landeshauptstadt Mainz liegt 24 Kilometer entfernt, Bingen und Bad Kreuznach jeweils 12 Kilometer. Mit einem Bürgerbus könnten vor allem die kurzen Wege in der Verbandsgemeinde bedient werden.

Direkt zur facebook-Fanseite "Bürgerbus Horrweiler"

10.10.2012
Seniorenbus in Traben-Trarbach nimmt Verkehr auf

Seniorenbus Traben-Trarbach nimmt Betrieb auf. Quelle: Verbandsgemeinde Traben-Trarbach Seit dem 27. August 2012 rollt in Traben-Trarbach der Seniorenbus. Für 2 Euro pro Fahrt können Menschen ab 60 Jahren oder mit Schwerbehindertenausweis den kommunalen Bürgerbus der Verbandsgemeinde nutzen. Der neue Bus verbindet viermal pro Woche mehrere Orte der Verbandsgemeinde. Für den laufenden Betrieb engagieren sich zehn ehrenamtliche Fahrer. Verbandsgemeindebürgermeister Ulrich Weisgerber lobte das Engagement der ehrenamtlichen Fahrer und hob die Einzigartigkeit des Angebots in Rheinland-Pfalz hervor. Das Projektteam war mehrmals vor Ort und informierte die Aktiven über die verschiedenen Wege von einer ersten Idee bis zum fahrenden Bürgerbus.

Der Fahrplan kann hier heruntergeladen werden.

05.11.2012
Workshop in Horrweiler stellt Weichen für Bürgerbus

In Kleingruppen diskutierten die Gäste der Mobilitätswerkstatt in Horrweiler über mögliche Routen für den Bürgerbus. Bild: Dr. Holger Jansen/nexus Horrweiler ist schlecht an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Einige Schülerbusse fahren morgens und mittags Richtung Bingen und Bad Kreuznach. "Wir zahlen für die Schülerkarten unserer Kinder über 50 Euro im Monat. Die Leistung, die wir dafür bekommen ist schlecht", brachte es eine engagierte Mutter auf den Punkt. Dieser Punkt war nur einer von vielen, den rund 30 Bürger aus Horrweiler bei der Mobilitätswerkstatt im Dorfgemeinschaftshaus diskutierten.

Wichtiges Thema waren die verschiedenen Zielgruppen des öffentlichen Verkehrs. "Schüler fahren nach Bingen oder Bad Kreuznach, die Senioren möchten vor allem nach Gensingen zum Einkaufen oder zum Arzt", betonte ein Teilnehmer. Aber auch an Berufspendler in das Rhein-Main-Gebiet müsse gedacht werden. Kann ein Bürgerbus helfen, die letzten Kilometer vom Bahnhof Gensingen-Horrweiler oder vom Stadtbus Bingen, der im Nachbarort Aspisheim endet, zu überbrücken?

Die unterschiedlichen Anforderungen an einen Bürgerbus in Horrweiler formulierten die Teilnehmer mit Moderationskarten, die auf dieser Stellwand von den Moderatoren Dr. Holger Jansen und Dr. Martin Schiefelbusch visualisiert wurden. Bild: Dr. Holger Jansen/nexus. Erste Versuche mit einem bürgerschaftlich organisierten Fahrdienst gab es in Horrweiler bereits im Jahr 2011. Jetzt unternehmen die Aktiven der rund 750 Einwohner zählenden Gemeinde einen neuen Anlauf. Zur Mitarbeit in der neuen Steuerungsgruppe haben sich spontan zehn Bürger bereiterklärt. "Die nächste Hürde wird sein ehrenamtliche Fahrer zu finden", so die einhellige Meinung.

Bürgerbusse können den öffentlichen Verkehr ergänzen. Das zeigen die rund 20 fahrenden Bürgerbusse in Rheinland-Pfalz. "Die erfolgreichen Beispiele zeigen, dass das geht", motivieren die Moderatoren Dr. Martin Schiefelbusch und Dr. Holger Jansen die Teilnehmer. Eingeladen in das Dorfgemeinschafthaus hatte die Ortsgemeinde Horrweiler und das Projektteam Bürgerbusse Rheinland-Pfalz. Das Folgetreffen ist für Mittwoch, 14. November 2012 um 17 Uhr geplant. Weitere Auskünfte erteilen Ortsbürgermeister Alfred Linnemann oder die erste Beigeordnete Christine Jacobi-Becker.

13.11.2012
Workshop in Manubach diskutiert über Bürgerbus

Der Bürgerbus aus Langenlonsheim war zu Gast in Manubach. Es freuen sich (v.l.n.r.) Fahrdienstleiter Rudi Möller, Bürgerbusbetreuer Ralph Hintz, Ortsbürgermeister Karl Mades (Manubach), Verbandsgemeindebürgermeister Franz-Josef Riediger und Heike Fenn vom ÖPNV-Verein Rheinhessen. Im Fahrzeug sitzt Dr. Martin Schiefelbusch. Bild: Dr. Holger Jansen/nexus "Mit dem Workshop in Manubach zum Bürgerbus sind wir ein gutes Stück vorangekommen", sagt Karl Mades als Ortsbürgermeister. Der Start für einen von Bürgern organisierten Fahrdienst im ersten Quartal 2013 sei jetzt in greifbare Nähe gerückt. Die Kirchengemeinde stellt den vorhandenen Bus zur Verfügung. "Wir unterstützen das Projekt und freuen uns, wenn das breite Engagement der Ortsgemeinden den Menschen eine bessere Mobilität bringt", betonte Pfarrer Timm Harder. Sechs Fahrer haben sich schon gemeldet – weitere sind jederzeit willkommen. Die zwei wichtigen Hürden "Fahrer und Fahrzeug" für ein Bürgerbusprojekt sind somit schon genommen.

Jetzt geht es um die Detailplanung. Anregungen aus der Praxis bekamen die rund 40 Gäste in der Manubacher Turnhalle aus der Verbandsgemeinde Langenlonsheim. "Wir hatten vor etwas über einem Jahr genau die gleiche Diskussion", erklären Bürgerbusbetreuer Ralph Hintz und Fahrdienstleiter Rudi Möller. Beide waren mit dem seit Juni 2012 fahrenden Bürgerbus aus Langenlonsheim nach Manubach gekommen und gaben zahlreiche Tipps. "Wir haben mit allen Ärzten gesprochen. Sie waren sehr interessiert und haben uns unterstützt – der Bürgerbus bringt schließlich ihre Patienten sicher hin und zurück", erklärt Ralph Hintz. Hier gehe es um Vertrauen – zu den Ärzten und zum Praxisteam, das ebenfalls im Kontakt mit dem jeweiligen Bürgerbusfahrer stehe.

Die rund 40 Gäste in Manubach diskutierten unter Anleitung von Martin Schiefelbusch und Holger Jansen intensiv über den Weg zum Bürgerbus. Bild: Dr. Holger Jansen/nexus So können die Aktiven in der "Vierthäler"-Region rund um Bacharach von den Erfahrungen profitieren und lernen. Wichtiges Fahrziel für den Bus – da waren sich die Teilnehmer einig – ist Bacharach. Ob weitere Fahrziele aufgenommen werden wird das Gespräch mit den künftigen Fahrgästen zeigen. Rückenwind gibt es von der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe. Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde nahm ebenfalls am Workshop teil. "Wir unterstützen das Projekt und wollen versuchen, eine Anschubfinanzierung in den nächsten Haushalt einzustellen", so Franz-Josef Riediger. Die Haushaltgespräche beginnen in Kürze.

Die weitere Arbeit vor Ort übernimmt jetzt eine Steuerungsgruppe unter Leitung von Ortsbürgermeister Karl Mades. Ein erstes Treffen wird noch im November 2012 stattfinden. Seit einigen Monaten arbeiten die Ortsgemeinde, der ÖPNV-Verein Rheinhessen und das Projektteam Bürgerbusse Rheinland-Pfalz eng zusammen. Ziel aller Beteiligten ist es, mit einem Bürgerbus die Mobilität vor allem der älteren Menschen in den Rheinseitentälern zu verbessern.

17.12.2012
Bürgerbus startet in der Verbandsgemeinde Maxdorf

Der Bürgerbus in Maxdorf fährt ab Januar 2013. Die Testphase dauert bis Ende März. Alle wichtigen Geschäfte werden angefahren, der Bus hält direkt vor der Ladentür. Außerdem geht es über die Hauptstraße durch die Ortsmitte und in die verschiedenen Neubaugebiete. Foto: Martin Schiefelbusch/nexus Der Bürgerbus in der Verbandsgemeinde Maxdorf startet am 14. Januar 2013. "Wir haben alle Hürden genommen. Unsere Beharrlichkeit und Geduld hat sich ausgezahlt", erklärt Hermann Rockstroh als Vorsitzender des Seniorenbeirats. Insgesamt neun Fahrer engagieren sich für den Bürgerbus. Erste Testfahrten seien noch im Dezember 2012 geplant. Ende 2010 nahm das Projektteam Bürgerbusse Rheinland-Pfalz erstmals Kontakt mit dem Seniorenbeirat in Maxdorf auf. Im Januar 2011 informierte Martin Schiefelbusch vor Ort. Jetzt ist aus den Gesprächen ein konkretes Ergebnis entstanden.

Nach längeren Diskussionen gewann das Thema Bürgerbus unerwartet schnell an Dynamik. Der Grund: Die RV-Bank Rhein-Haardt hat dem Seniorenbeirat der Verbandsgemeinde Maxdorf ein Fahrzeug als Spende übergeben. Auflage für die Spende war der Nachweis, dass das Fahrzeug mindestens drei Jahre als Bürgerbus genutzt wird. Der Bürgerbus soll montags und donnerstags von 9 – 12 Uhr eingesetzt werden und kann maximal fünf Personen befördern. Die Fahrten mit dem Bürgerbus sind kostenlos. Die Fahrten richten sich in erster Linie an ältere Mitbürger, die nur schwer zum Rathaus, zum Arzt, zur Bank oder in die Supermärkte kommen können. Planung und Projektsteuerung vor Ort übernahm der Seniorenbeirat der Verbandsgemeinde Maxdorf. Die Linie sieht 18 Haltepunkte in der gesamten Verbandsgemeinde vor. Nach einer Testphase bis zum Frühjahr 2013 soll dann auch über die Gründung eines Trägervereines entschieden werden. Kontakte hatten die Aktiven in Maxdorf auch mit dem erfolgreichen Bürgerbusprojekt in Langenlonsheim. Auch hier waren Martin Schiefelbusch und Holger Jansen an der Projekt- und Konzeptentwicklung beteiligt.

Linktipp: Lesen Sie hier mehr (externer Link direkt zum Seniorenbeirat der VG Maxdorf).