25.01.2011
Projekt auch im Jahr 2011 für Sie da

Poster Bürgerbus Unser Angebot für Sie zum Bürgerbus Rheinland-Pfalz Das Leben auf dem Land hat viele Vorzüge - manches ist jedoch schwieriger. Wege zum Einkaufen, zu Post, Bank oder Arzt sind oft weiter als in der Stadt. Verstreute Siedlungen oder abgelegenen Einzelhöfe im Westerwald, Hunsrück, in der Pfalz oder der Eifel kann der öffentliche Nahverkehr nur schwerer reichen. Eine Lösung kann der Bürgerbus sein. Das Motto lautet "Bürger fahren für Bürger". Die Bürger betreiben den Bus ehrenamtlich. Das Projekt Bürgerbusse Rheinland-Pfalz berät Sie auch im Jahr 2011. Sie haben erste Ideen, um den bestehenden öffentlichen Verkehr mit einem Bürgerbus zu ergänzen? Wie könnten einzelne Ortsteile oder die Verbindung zur Verbandsgemeinde verbessert werden? Wir helfen Ihnen gerne, wenn aus einer ersten Idee ein konkretes Projekt werden soll. Sprechen Sie uns an – die Daten finden Sie in der Rubrik Kontakt. Die Beratung ist für lokale Gruppen und Initiativen kostenlos.

07.03.2011
Neue Veranstaltungsformate für Bürgerbus-Projekt vorgestellt

Das Projektteam "Bürgerbusse Rheinland-Pfalz" des nexus Instituts erweitert das bestehende Beratungsangebot. "Mit Dr. Raban Daniel Fuhrmann konnten wir einen sehr erfahrenen und kompetenten Moderator für die Arbeit vor Ort in Rheinland-Pfalz gewinnen", sagt nexus Geschäftsführer und Gesamtprojektleiter Dr. Hans-Liudger Dienel. Fuhrmann wird ab sofort das Bürgerbus-Team unter Leitung von Dr. Martin Schiefelbusch verstärken. "Mit verschiedenen Veranstaltungsformaten holen wir die Menschen genau an dem Punkt ab, wo sie sich gerade befinden", betont Fuhrmann.

Drei Formate hat der erfahrene Moderator und Wissenschaftler entwickelt: Warm up - die lokale Mobilitätskonferenz, Join us - die Bürgerbus Bürgerversammlung und das Kick off - die Bürgerbus Gründungsklausur. "Das klingt auf den ersten Blick vielleicht etwas sperrig", gesteht Fuhrmann ein. "Aber die Veranstaltungen setzten immer genau beim Bedarf vor Ort ein", so der Wissenschaftler weiter. Seit 20 Jahren beschäftigt sich Fuhrmann aus verschiedenen Blickwinkeln mit Bürgerbeteiligung und lokaler Demokratie.

Das Projekt Bürgerbusse Rheinland-Pfalz richtet sich an alle Interessierten, vor allem im ländlichen Raum. Das Beratungsangebot ist kostenlos. Das gesamte Team steht natürlich wie bisher auch für direkte Gespräche außerhalb der jetzt neu vorgestellten Formate zur Verfügung. Schritt für Schritt entwickeln die erfahrenen Berater und Wissenschaftler aus einer ersten Idee den konkreten Plan für einen Bürgerbus.

Laden Sie weitere Informationen als pdf hier herunter.

03.05.2011
Alle Fahrer bestanden Gesundheitstest - Gewehr: "Damit war das Eis gebrochen"

An der Haltestelle in Nieder Kostenz fahren vor allem Schulbuusse ab. Foto: Holger Jansen/nexus Romantisch ist es im Hunsrück: Malerische Dörfer, viel Natur und Freiraum. Aber wie so oft ist das nur die eine Seite der Medaille. Die andere Seite ist die Versorgung der Menschen im ländlichen Raum. Mit dem Bürgerbus im Oberen Kyrbachtal wird die Mobilität der Menschen verbessert.

"Also bei uns auf dem Land ist das normalerweise so: Man läuft erst mal los Richtung Kirchberg und wird unterwegs angesprochen, ob man nicht mitfahren möchte", sagt Harald Gewehr. Der 48-Jährige ist seit 2009 Ortsbürgermeister von Nieder Kostenz. Das Dorf mit 189 Einwohnern liegt mitten im Hunsrück und gehört zur Verbandsgemeinde Kirchberg. Als zentraler Ort mit Sitz der Verbandsgemeindeverwaltung liegt Kirchberg etwa 5 Kilometer entfernt. Für Einwohner ohne Auto kann das ein Problem sein, denn in Nieder Kostenz gibt es keinen Laden oder Arzt. Den Nachbarn fragen, ob man nach Kirchberg mitfahren kann? "Das ist eher die Ausnahme, man fragt nicht direkt", sagt der engagierte Ortsbürgermeister. Gewehr stammt gebürtig aus dem Hunsrück und lebt seit frühester Kindheit in Nieder Kostenz. Seit 2009 ist er Ortsbürgermeister. Wie die Menschen das Leben auf dem Land gestalten, weiß er aus Erfahrung.

Harald Gewehr Ortsbürgermeister Nieder Kostenz Gemeinsam mit vielen anderen Aktiven entwickelten die Einwohner im Oberen Kyrbachtal das Konzept für einen Bürgerbus. Harald Gewehr ist seit den ersten Gesprächen Anfang 2009 dabei. "Als Aufgabe übernahm ich die Fahrerbetreuung und den Antrag für die Genehmigungsbehörde", sagt der 48-Jährige. Das hört sich einfach an, doch wie so oft steckt der Teufel im Detail. Der Bürgerbus muss genehmigt werden. Für die Region im Hunsrück ist der Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Koblenz zuständig. "Von dort sind wir sehr gut unterstützt worden", berichtet Gewehr. Ein Bürgerbus soll den normalen Linienverkehr ergänzen. Deshalb muss der LBM prüfen, wann der Bürgerbus fährt und wann der reguläre Linienverkehr. Probleme gab es nicht, da das Angebot im regulären Linienverkehr aus einigen Schülerbussen besteht.

Ein Gespräch mit dem Rhein-Hunsrück-Bus in Simmern bestärkte die Aktiven, das Projekt selbst umzusetzen. "Wir hätten sonst die Tarife übernehmen müssen und ein Stück weit unsere Eigenständigkeit aufgegeben. Das wollten wir nicht", sagt Gewehr. Die nächste Hürde war der Gesundheitstest für die Fahrer. Ein Bürgerbusfahrer braucht einen Personenbeförderungsschein. Um den Schein zu erwerben ist eine Gesundheitsuntersuchung erforderlich. Die meisten Fahrer im Oberen Kyrbachtal sind zwischen 60 und 70 Jahre alt, der älteste 72, die beiden jüngsten Mitte 40. Für die Aufgabe interessierten sich 17 Personen. Nach einigen Gesprächen standen 10 dauerhaft für die Aufgabe zur Verfügung. Einer der Aktiven arbeitet hauptberuflich als Disponent bei einem Busunternehmen in der Region. Der Busbetrieb muss die eigenen Fahrer regelmäßig gesundheitlich untersuchen lassen. Also nutzten die Aktiven vorhandene Strukturen und stellten die Bürgerbusfahrer dem Betriebsarzt vor. Dieser untersuchte die Bürgerbusfahrer in Anlehnung des Gesundheitstests "G 25".

Dabei wird zunächst der allgemeine Gesundheitszustand erhoben. Dann folgen Hör-, Seh- und Reaktionsvermögen. "Als klar war, dass alle unsere Fahrer das schaffen, war das Eis gebrochen und wir wussten, dass es mit dem Bürgerbus klappen wird", erinnert sich Harald Gewehr. Die Aktiven im Bürgerbusprojekt profitieren von einer Regelung, die das Land Rheinland-Pfalz im Jahr 2007 erließ. Der Ablauf bei der Gesundheitsprüfung wurde verfahrensmäßig vereinfacht. Dafür gilt der Personenbeförderungsschein nur für den Bürgerbus. Ab dem 60. Lebensjahr muss die Untersuchung jedes Jahr wiederholt werden. "Damit wird einerseits die Verkehrssicherheit gewährleistet, andererseits die Bedingungen für Bürgerbusse angemessen berücksichtigt", betonte Minister Hendrik Hering (SPD) bei Vorstellung der Regelungen für den Bürgerbus im Frühjahr 2007. So stand dem Erfolg des Bürgerbusses im Oberen Kyrbachtal nichts mehr im Weg. Seit Ende September 2010 fährt der VW-Bus an drei Tagen in der Woche. Am Mittwoch, wenn sich die Einwohner zum gemeinsamen Mittagstisch und dem "Cafe Mittendrin" treffen, muss der Bus oft zweimal fahren, um die Gäste nach Hause zu bringen.

Praxistipp: Voraussetzung für den Erwerb eines Personenbeförderungsscheins ("P-Schein") ist ein Mindestalter von 21 Jahren und der Führerscheinbesitz seit mindestens zwei Jahren. Für einen Bürgerbus reicht bei einem Fahrzeug mit maximal neun Sitzen der Führerschein der Klasse B (früher 3) aus. Zuständig für den P-Schein ist die Führerscheinstelle des Landkreises, beim Bürgerbus im Oberen Kyrbachtal ist das die Verwaltung des Rhein-Hunsrück-Kreises in Simmern. Die Führerscheinstelle fordert ein Führungszeugnis und einen Auszug beim Verkehrszentralregister in Flensburg an. Soweit hier keine Einträge bestehen und der Gesundheitstest erfolgreich bestanden ist, wird der Personenbeförderungsschein ausgestellt.

Stichwort: Gesundheitstest G 25
Der Test kommt aus dem betrieblichen Arbeitsschutz. Ziel ist es, die Arbeitssicherheit zum Beispiel im Werksverkehr und bei Fahrtätigkeiten zu gewährleisten. Der Test ist aber auch geeignet, die Vorgaben der Fahrerlaubnisverordnung für einen Personenbeförderungsschein zu erfüllen. Deshalb nutzen Ärzte je nach Anwendungsfall den Test mit unterschiedlicher Zielsetzung. Unser Rat: Nehmen Sie frühzeitig Kontakt mit der Führerscheinstelle des Landkreises auf. Die dortigen Mitarbeiter sagen Ihnen, welchen Umfang der G 25-Test haben muss, um dem Personenbeförderungsschein für einen Bürgerbus zu genügen. So werden Doppel- oder Nachuntersuchungen vermieden. Die Kosten für den Test liegen je nach Umfang zwischen 140 und 200 Euro pro Person. Details zur speziellen Regelung in Rheinland-Pfalz finden Sie im Staatsanzeiger Rheinland-Pfalz vom 4. Juni 2007.

Linktipp:
Webseite Bürgergemeinschaft Oberes Kyrbachtal

Text und Bilder: Dr. Holger Jansen
Letzte Änderung: 03.05.2011

10.05.2011
Neu: Bürgerbus in Wallhalben

Der neue Bürgerbus startet am 2. Mai 2011 zu seiner ersten Fahrt. Seit Montag, 02.05.2011 rollt der Bürgerbus Wallhalben. Auf vier verschiedenen Linien fährt der Bus regelmäßig montags und donnerstags zwischen der Verbandsgemeinde und den Ortsgemeinden. Das Projekt entstand in enger Zusammenarbeit zwischen der Verbandsgemeinde Wallhalben, den Ortsgemeinden, dem Saar-Pfalz-Bus, dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar und der Kreisverwaltung Südwestpfalz. Die Fahrpreise orientieren sich am Tarif des Verkehrsverbundes. Den Fahrplan können Sie hier herunterladen (pdf).

11.05.2011
Vor-Ort-Termine in Nieder-Olm und Grünstadt

schiefelbusch 400Das Projektteam berät und informiert vor Ort: Am 16.05.2011 ist Martin Schiefelbusch in Nieder-Olm und präsentiert vor dem Bau- und Verkehrsausschuss der Stadt Nieder-Olm. Beginn ist um 18.30 Uhr im Rathaus, Pariser Straße 110. Am 17.05.2011 folgt ein Vortrag in Grünstadt unter dem Motto "Bürgerbuskonzepte in Rheinland-Pfalz". Der Vortrag beginnt um 18.00 Uhr im Weinstraßencenter Grünstadt, Turnstraße 7. Im Mittelpunkt stehen jeweils aktuelle Informationen, wie ein Bürgerbus von der ersten Idee bis zum erfolgreichen Start umgesetzt werden kann. Mit einem Bürgerbus kann der bestehende öffentliche Verkehr sinnvoll ergänzt werden. "Es gibt verschiedene Konzepte, wie bürgerschaftliches Engagement und der öffentliche Verkehr sinnvoll miteinander verknüpft werden können", betont Martin Schiefelbusch vom nexus Institut. Einzelheiten wird der 40-Jährige bei seinen Vor-Ort-Terminen präsentieren.

18.05.2011
Die nächsten Vor-Ort-Termine im Juni 2011

Der Seniorenbeirat des Eifelkreises Bitburg-Prüm lädt am Donnerstag, den 9. Juni 2011 zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Bürgerbusse ein. Beginn ist um 18.30 Uhr im Kreishaus in Bitburg, Trierer Straße 1. Als Gast referiert Prof. Dr. Andreas Kagermeier, Universität Trier, Projektteam Bürgerbusse. Prof. Kagermeier wird in seinem Vortrag Hintergründe und Rahmenbedingungen zum Bürgerbus erläutern. Weitere Einzelheiten finden Sie auf der Webseite des Eifelkreises Bitburg-Prüm und beim Seniorenbeirat des Eifelkreises Bitburg-Prüm. Dort können Sie sich auch anmelden.

Am Samstag, den 18. Juni 2011 findet in Waldfischbach-Burgalben ein Workshop zum Thema Mobilität und Bürgerbus statt. Moderieren wird Dr. Raban-Daniel Fuhrmann, Holger Jansen übernimmt den fachlichen Input. Beginn ist voraussichtlich um 10 Uhr im Geistlichen Zentrum Maria Rosenberg. Wir bitten um Anmeldung und teilen Ihnen gerne weitere Einzelheiten zur Veranstaltung mit.

Unter dem Motto "Nachhaltige Mobilität in Rheinland-Pfalz" laden die Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) und die Projektentwicklungsgesellschaft des Landes Rheinland-Pfalz (PER) nach Boppard ein. Am Dienstag, 21. Juni 2011 wird ab 9.30 Uhr in der Stadthalle über Verkehr, Mobilität und Infrastruktur diskutiert. Dabei geht es auch um den Bürgerbus, zu dem Holger Jansen referieren wird. Weitere Details zur Tagung mit Anmeldeformular finden Sie hier. Weitere Informationen finden Sie auf den Webseiten der Veranstalter (externer Link)

30.06.2011
Holger Jansen bei Zukunfstinitiative Rheinland-Pfalz in Boppard

Holger Jansen vom Projektteam Bürgerbusse Rheinland-Pfalz beim Vortrag in Boppard. Foto: Dr. Raban Daniel Fuhrmann/nexus Nach Einschätzung der Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) wird ein reiner Ausbau der Verkehrsinfrastruktur als Antwort auf künftige Herausforderungen nicht mehr genügen. Demografische Veränderungen stellen gerade ländliche Regionen vor neue Aufgaben. Ein Weg für eine verbesserte Mobilität kann ein Bürgerbus sein, den Holger Jansen bei einer Tagung der ZIRP präsentierte. "Der Bürgerbus ergänzt den regulären öffentlichen Verkehr", betonte Holger Jansen. Dazu gebe es zwei Ansätze: Der Bürgerbus verbindet einzelne Ortsgemeinden mit dem zentralen Ort in der Verbandsgemeinde. Bei größeren Orten kann der Bürgerbus außenliegende Siedlungsteile oder Gewerbegebiete mit der Kernstadt verbinden.

Zentral beim Bürgerbus sind engagierte Menschen vor Ort. Deshalb können deren Bedürfnisse und Wünsche berücksichtigt werden. Eingeladen nach Boppard hatten die ZIRP und die Projektentwicklungsgesellschaft des Landes Rheinland-Pfalz (PER). Die Tagungsveranstaltung mit rund 90 Gästen aus Politik und Wirtschaft stand unter dem Motto "Nachhaltige Mobilität in Rheinland-Pfalz". Ziel war es, Herausforderungen an rheinland-pfälzische Verkehrssysteme aufzeigen und Mobilitätskonzepte zu diskutieren. Die ZIRP wird nach eigenen Angaben das Thema "Infrastruktur 2030 – Neue Wege für Rheinland-Pfalz" in den kommenden zwei Jahren intensiv weiter bearbeiten.

Linktipp: Nachlese der ZIRP (externer Link)

06.07.2011
Workshop in Waldfischbach-Burgalben

waldfischbach bgm 400 Waldfischbach-Burgalben bietet Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, einen Bahnhof und viele weitere Dienstleistungen. Der Ortsname deutet es schon an: Waldfischbach-Burgalben besteht aus zwei Teilen und zählt rund 4.800 Einwohner. Vom einen bis zum anderen Ende sind es runde 4 Kilometer. Gewerbegebiete entstanden in den letzten Jahren außerhalb der Kernstadt. "Das war für uns Anlass genauer hinzuschauen und zu fragen: Wo ist der Bedarf, wo sind Ziele hier in der Ortsgemeinde, wenn es um Mobilität geht", sagt Sigrun Klotz-Bischoff. Die engagierte Ortbürgermeisterin erarbeite bei einer Mobilitätsmatinee gemeinsam mit Moderator Dr. Raban-Daniel Fuhrmann und 11 engagierten Bürgerinnen und Bürgern erste Ideen für einen Bürgerbus.

Dabei wurde klar: Waldfischbach-Burgalben hat sich als Unterzentrum in den letzten Jahren stabil entwickelt. Die Kreisstadt Pirmasens und das Oberzentrum Kaiserslautern sind mit der Bahn gut zu erreichen. Die gleichnamige Verbandsgemeinde wird aus Waldfischbach-Burgalben verwaltet. Einkaufsmöglichkeiten sind jedoch zum Teil in Gewerbegebieten außerhalb des Stadtzentrums entstanden. "Da hat uns die Veranstaltung des Projektteams Bürgerbusse gut informiert. Wir haben gemeinsam erste Ideen für eine Linie entwickelt", sagt die Ortsbürgermeisterin.

Teilnehmer beim Worshop zum Bürgerbus in Waldfischbach-Burgalben unter Leitung von Dr. Raban Daniel Fuhrmann und Teilnahme von Ortsbürgermeisterin Sigrun Klotz-Bischoff und Verbandsgemeindebürgermeieter Winfried Krämer. Foto: Holger Jansen/nexus Bei den nächsten Schritten wird es jetzt vor allem darum gehen, ob der Bürgerbus eher auf die Ortsgemeinde beschränkt bleibt oder auch andere Orte in der Verbandsgemeinde ansteuert. Der Verbandsgemeinderat hatte im vergangenen Jahr die Ortsgemeinden gebeten, möglichen Bedarf anzumelden. "Das ist die Beschlusslage. Wenn der Bedarf feststeht werden wir die nächsten Schritte gehen", sagt Winfried Krämer als Bürgermeister der Verbandsgemeinde, der ebenfalls an dem Workshop teilnahm.

Die Veranstaltung im Tagungszentrum Maria Rosenberg war Teil des Projektes Bürgerbusse Rheinland-Pfalz. Das Team von nexus und die Universität Trier arbeiten gemeinsam für ein verbessertes Angebot beim öffentlichen Verkehr, vor allem im ländlichen Raum. Auftraggeber ist das Land Rheinland-Pfalz. Das Projektteam berät lokale Gruppen und Initiativen kostenlos.

07.10.2011
Wie fahren wir besser? Einladung zur Bürgerbus-Informationsveranstaltung in Wallhalben

wallhalben 400Wie können wir das Angebot Bürgerbus Wallhalben weiter verbessern? Diese Frage steht im Mittelpunkt einer Veranstaltung im Sitzungssaal der Verbandsgemeindeverwaltung Wallhalben am Montag, den 17. Oktober 2011 um 19 Uhr. Die Verbandsgemeinde lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein. Experten geben Tipps, wie das Konzept des Bürgerbusses weiterentwickelt werden kann. Der Bürgerbus in Wallhalben fährt seit Mai 2011. Jetzt geht es darum, das Angebot auf eine breitere Basis zu stellen. Dazu begrüßen der Bürgermeister der VG, Berthold Martin, und Dr. Martin Schiefelbusch vom nexus Institut alle interessierten Bürgerinnen und Bürger. Die Praxis kommt nicht zu kurz: Die Fahrer des Bürgerbusses werden von ihren Erfahrungen berichten. Die Veranstaltung findet im Sitzungsaal des Rathauses, Hauptstr. 26, statt. Den Fahrplan können Sie hier herunterladen (pdf).

02.12.2011
Bürgerbus in Saarburg gewinnt erste Stammkunden

Seit vier Wochen rollt der Bürgerbus in Saarburg unter diesem Logo. Seit vier Wochen rollt in der Verbandsgemeinde Saarburg der Bürgerbus. Auf drei Linien werden die Ortsgemeinden an den zentralen Ort angebunden. Der Bürgerbus ist als Projekt zunächst für sechs Monate angelegt. "Die erste Resonanz nach einem Monat ist sehr positiv", sagt Thomas Wallrich, der innerhalb der Verbandsgemeinde den Bürgerbus betreut. Jetzt gehe es vor allem darum, Kunden dauerhaft für den Bürgerbus zu gewinnen. Ältere Menschen nutzen den Bus, eine junge Mutter mit Kleinkind gehört aber auch schon zu den Stammkunden.

Saarburg liegt rund 20 Kilometer südlich von Trier im Landkreis Trier-Saarburg. Die Grenze zum Saarland und zu Luxemburg ist nur wenige Kilometer entfernt. Bis der Bürgerbus seinen Betrieb aufnehmen konnte, waren viele Gespräche und Abstimmungen erforderlich. Die wichtigsten Partner waren neben der Verbandsgemeinde die Ehrenamtsbörse und ein Seniorenzentrum. Die Ehrenamtsbörse beim Mehrgenerationenhaus warb die Fahrer an. Für den Start stehen drei Personen zur Verfügung. Das Fahrzeug wird von der Verbandsgemeinde bei einem örtlichen Seniorenzentrum für drei Tage in der Woche gemietet.

Und die Tarife? "Wir hatten überlegt, uns am Verkehrsverbund zu orientieren", sagt Thomas Wallrich. Das hätte jedoch auf einzelnen Verbindungen eine komplizierte Berechnung erfordert. Deshalb kostet eine Fahrt mit dem Bürgerbus in der Testphase immer 2 Euro, egal wo der Kunde einsteigt und wie weit er fährt. Die Abstimmung des Fahrplans erfolgte vorab mit den örtlichen Verkehrsunternehmen und dem Landesbetrieb Mobilität in Trier. Bedient werden die bekannten Haltestellen in den einzelnen Ortsgemeinden. Jede der drei Linien wird an einem Tag der Woche bedient.

Der Bürgerbus in Saarburg fährt seit Herbst 2011. Wenn die Testphase erfolgreich bestanden ist will die Verbandsgemeinde im Jahr 2012 ein eigenes und neues Fahrzeug kaufen. Die Voraussetzungen in Saarburg sind günstig: Die Region wird aus Leader-Mitteln der Europäischen Union für den ländlichen Raum gefördert. Deshalb kann ein neues Fahrzeug aus verschiedenen Töpfen finanziert werden. Ob es dazu kommt wird sich im nächsten Frühjahr zeigen. Dann ist die Testphase zu Ende und wird ausgewertet. "Wir werden bis dahin unsere Werbung und Öffentlichkeitsarbeit fortsetzen und intensivieren", betont Thomas Wallrich.

Das nexus Institut und die Universität Trier betreuen mit dem Projekt "Bürgerbusse Rheinland-Pfalz" lokale Gruppen und Initiativen, die sich für einen Bürgerbus interessieren. Gesa Kobs von der Universität Trier betreute über mehrere Monate die Aktiven vor Ort. Mit einem Bürgerbus wird der reguläre Linienverkehr ergänzt. Bürgerschaftliches Engagement, integriert in lokale Strukturen, verbessert die Mobilität der Menschen im ländlichen Raum.

Den aktuellen Fahrplan des Bürgerbusses Saarburg (gültig seit 18.01.2012) können Sie hier als pdf (427 KB) herunterladen.

Aktualisierung vom 5.1.2015:
Der Bürgerbus Saarburg fährt auch 2015 - mit einem neuen Fahrplan.

09.12.2011
Verbandsgemeinderat Langenlonsheim für Bürgerbus

Rund 30 Bürgerinnen und Bürger aus der Verbandsgemeinde Langenlonsheim nahmen am 19. August 2011 an einer von nexus-Mitarbeitern moderierten Mobilitätswerkstatt teil. Foto: Martin Schiefelbusch/nexus Die Signale für einen Bürgerbus in der Verbandsgemeinde Langenlonsheim stehen auf Grün. Der Verbandsgemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung Anfang Dezember 2011 beschlossen, die Pläne für einen Bürgerbus zu unterstützen. Mit einem Bürgerbus reagiert die Verbandsgemeinde aktiv auf die demografische Entwicklung in den einzelnen Ortsgemeinden. "Die Veränderungen zeigen, dass es immer notwendiger wird, das Leben auf dem Land aktiv, attraktiv und mobil zu gestalten", sagt Bürgermeister Wolfgang Zimmer. Ehrenamtliches Engagement ist Teil des Bürgerbusses. Deshalb sucht die Verbandsgemeinde jetzt Personen, die sich engagieren möchten. Zum einen geht es um ehrenamtliche Fahrer, die im Besitz des Führerscheins Klasse B oder 3 sind. Zum anderen sucht die Verbandsgemeinde Personen, die bei organisatorischen Aufgaben wie Telefondienst oder Fahrplanerstellung mithelfen möchten.

Bürgermeister Wolfgang Zimmer, Verbandsgemeinde Langenlonsheim, Bildquelle: VerbandsgemeindeFür ehrenamtlich Tätige besteht Versicherungsschutz über die Verbandsgemeinde bei der Unfallkasse Rheinland-Pfalz. Das Projektteam "Bürgerbusse Rheinland-Pfalz" hat die Verbandsgemeinde seit der ersten Idee Anfang 2011 begleitet. So haben die Berater in mehreren Terminen vor Ort über den Bürgerbus informiert. Mit einer Präsentation im Umweltausschuss und einem Workshop wurden Kommunalpolitiker und interessierte Bürger unterrichtet. Ein nächstes Treffen mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern ist für den 14.02.2012 geplant. Ansprechpartnerin für den Bürgerbus in der Verbandsgemeinde ist Maria Külzer, Tel. 06704 929-43.

Den Aufruf der Verbandgsgemeinde zur aktiven Mitarbeit können Sie hier als pdf (181 KB) herunterladen.