15.12.2014
Neuer Seniorenbus rund um Büchenbeuren und Sohren

Immer dienstags und donnerstags verkehrt in den Ortsgemeinden rund um Büchenbeuren und Sohren ein Seniorenbus. Derzeit werden insgesamt neun Ortsgemeinden im westlichen Teil der Verbandsgemeinde Kirchberg (Hunsrück) bedient. 16 ehrenamtliche Fahrer engagieren sich in dem Projekt. Das Fahrzeug (im Hintergrund) mietet das Seniorenbus-Projekt an den Fahrtagen von einem Altenheim in Sohren. Bild/Montage: Gemeinde Büchenbeuren Immer dienstags und donnerstags verkehrt in den Ortsgemeinden rund um Büchenbeuren und Sohren ein Seniorenbus. Derzeit werden insgesamt neun Ortsgemeinden im westlichen Teil der Verbandsgemeinde Kirchberg (Hunsrück) bedient. Weitere drei haben schon Interesse bekundet. "Die erste Idee für den Seniorenbus liegt nun schon einige Jahre zurück", berichtet Ortsbürgermeister Guido Scherer aus Büchenbeuren. Das frühere Ratsmitglied Werner Busch ließ nicht locker und habe immer wieder gemahnt, dass für die Mobilität der älteren Generation etwas getan werden müsse. Nach vielen Gesprächen erfolgte am 25. November 2014 der Startschuss für den zunächst einjährigen Probebetrieb.

Zentrale Orte für den neuen Seniorenbus sind Sohren mit rund 3.200 und Büchenbeuren mit knapp 1.700 Einwohnern. Im ländlich geprägten Hunsrück gibt es in den kleineren Ortsgemeinden keine Versorgung mit Lebensmitteln. "Wir konzentrieren uns deshalb erst mal auf das Thema Einkaufen", sagt Ortsbürgermeister Guido Scherer. Der Seniorenbus fährt eine feste Linie. Eine Hin- und Rückfahrt kostet zusammen 1 Euro. "16 ehrenamtliche Fahrer haben wir gefunden – das passt sehr gut", so Scherer weiter. Sie sind mit einem Mobiltelefon ausgestattet und fahren immer zu zweit. So kann sich einer eher auf die Fahrt konzentrieren, der andere den Fahrgäste helfen.

Das Fahrzeug mietet das Seniorenbus-Projekt an den Fahrtagen von einem Altenheim in Sohren. Dort ist das Fahrzeug auch untergestellt und wird technisch betreut. Es ist mit einer Trittstufe ausgerüstet und bietet ausreichend Platz für Rollstühle und Rollatoren. Die Fahrten werden später auf Kilometerbasis abgerechnet. Ein verbleibender Fehlbetrag wird von den beteiligten Gemeinden nach ihren Einwohnerzahlen ausgeglichen. Ein eigener Seniorenbusverein ist nicht geplant – die Ortsgemeinden übernehmen direkt die Verantwortung. Die beteiligten Gemeinden fixieren die Zusammenarbeit in einer Zweckvereinbarung. Hier hat die Verbandsgemeinde Kirchberg (Hunsrück) unter Moderation des Fachbereichsleiters Günter Sehn den Abstimmungsprozess zwischen den Ortsgemeinden moderiert und begleitet.

"Im Frühjahr 2015 werden wir uns im Gespräch mit allen Aktiven überlegen, wie es weiter geht", sagt Guido Scherer. Je nach Bedarf können die Linien und Haltestellen angepasst werden. Dann wird sich zeigen, wie das Konzept weiter entwickelt wird. Auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde Kirchberg (Hunsrück) gibt es neben dem jetzt neuen Seniorenbus noch zwei weitere: Den Seniorenbus in Kirchberg und den Bürgerbus im Oberen Kyrbachtal.

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