10.11.2014
Ministerpräsidentin Malu Dreyer informierte sich über Bürgerbusse

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (Bildmitte) informierte sich auf dem Mainzer Schillerplatz über Bürgerbusse in Rheinland-Pfalz. Mit dabei ist Verkehrsminister Roger Lewentz (li.) und der zuständige Referent aus dem Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur Michael Schué (re.). Foto: Dr. Holger Jansen/Projektteam Bürgerbusse Rheinland-Pfalz/nexus

Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat sich in Mainz über aktuelle Entwicklungen bei Bürgerbussen in Rheinland-Pfalz informiert. "Ich danke allen Aktiven und freue mich, dass Ihr Engagement den Menschen im ländlichen Raum eine bessere Mobilität bringt", sagte Dreyer. Mit dem Bürgerbus werde Teilhabe in der Gesellschaft unterstützt. "Es ist nicht selbstverständlich, dass Menschen sich in ihrer Freizeit für andere einsetzen", ergänzte Dreyer. Begleitet wurde die Ministerpräsidentin von Verkehrsminister Roger Lewentz (SPD).

Lewentz erläuterte, dass mithilfe des Landes bereits 50 Kommunen zu Konzepten für einen Bürgerbus beraten wurden. Jetzt wolle das Land mit einer neuen Förderung ehrenamtlich betriebene Bürgerbusse noch besser unterstützen. Lewentz: "Für die Startphase werden wir pro Bürgerbus-Projekt eine Organisationspauschale von einmalig 8.500 Euro zur Verfügung stellen." Die Idee für einen solchen Fahrdienst entsteht immer vor Ort, zumeist sind Orts- oder Verbandsgemeinde die tragenden Kräfte.

"Zu Beginn werden die Weichen für den Erfolg eines Bürgerbusses gestellt. Das möchten wir aktiv unterstützen", betonte Lewentz. Die Förderung ist vor allem für neue Initiativen gedacht. Aber auch schon bestehende Bürgerbusse können die Förderung erhalten, wenn sie ihr Angebot ausweiten und die Verknüpfung mit dem öffentlichen Linienbusverkehr oder der Bahn verbessern. Auch für eine verbesserte Information über das öffentliche Verkehrsangebot, zu Fahrzeiten und Preisen, können die Kommunen die neue Organisationspauschale beantragen.

Drei Bürgerbusse kamen am 8. November 2014 auf den Schillerplatz nach Mainz. Der Bürgerbus aus der Verbandsgemeinde Langenlonsheim (links), der Bürgerbus 'de Roderich' in der Mitte und der Einrich-Bus aus der Verbandsgemeinde Katzenelnbogen (rechts). Foto: Dr. Holger Jansen/Projektteam Bürgerbusse Rheinland-Pfalz/nexus Dreyer und Lewentz betonten, dass Mobilität wichtiger Faktor für ein selbstbestimmtes Leben sei. Malu Dreyer: "Es ist erkennbar, dass das Engagement der freiwilligen Helfer sehr gut angenommen wird." Die ehrenamtlich organisierten Bürgerbusse sorgen in ländlichen Regionen dafür, dass vor allem ältere Menschen ihre Besorgungen und Arztbesuche einfach erledigen können.

Das Treffen der Bürgerbusse am 8. November 2014 auf dem Mainzer Schillerplatz war Teil der Arbeit im Projekt "Bürgerbusse Rheinland-Pfalz". Die angereisten Aktiven und ihre Fahrgäste hatten Gelegenheit, Erfahrungen direkt der Ministerpräsidentin mitzuteilen. Das erfolgreiche Beratungsprojekt "Bürgerbusse Rheinland-Pfalz" wird unter Leitung von Dr. Holger Jansen auch im kommenden Jahr fortgesetzt. Die Arbeit vor Ort schließt aktive Bürgerbeteiligung mit ein.

Stichwort: Bürgerbusse Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz fahren heute 24 Bürgerbusse. Das älteste Projekt besteht seit 1996 in Freinsheim (Kreis Bad Dürkheim). Jüngstes Projekt ist der am 5. August 2014 in der Verbandsgemeinde Stromberg (Kreis Bad Kreuznach) gestartete Bürgerbus. Das 25. Projekt steht in den Startlöchern. In zwei Verbandsgemeinden sind Fahrzeuge bestellt, das Team steht in den Startlöchern. Jeder Bürgerbus wird immer angepasst auf den lokalen Bedarf.

Linktipps:
Bürgerbus hilft den Menschen (Bericht vom 10.11.2014, Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, externer Link)

Video:
Seniorenmobilität in Stadt und Land - Vorstellung der Bürgerbusse (externer Link)