17.02.2020
Ländliche Mobilität Thema auch für ADAC – Anke Rehlinger auf Podium

Neben Anke Rehlinger, stellvertretende Ministerpräsidentin und Ministerin für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes, saßen noch Stefan Gelbhaar als Mitglied des Deutschen Bundestags für Bündnis 90/Die Grünen, Dr. Jan Schilling, Geschäftsführer ÖPNV für den Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Robert henrich, Chef von MOIA und Gerhard Hillebrand, Vizepräsident für Verkehr des ADAC e. V. auf dem Podium. Die Veranstaltung fand am 13. Februar 2020 im ADAC-Büro Berlin statt. Foto: Dr. Holger Jansen/Agentur Landmobil Unter dem Motto "Raum, Zeit, Geld: Was ist die Formel für ein besseres ÖPNV-Angebot außerhalb von Ballungsräumen?" hatte der Allgemeine Deutsche Automobil-Club e. V. (ADAC) zu einem Gespräch in das Berliner Büro des Vereins eingeladen. Mit auf dem Podium saß Anke Rehlinger in ihrer Funktion als stellvertretende Ministerpräsidentin und Ministerin für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes. Wichtige Frage zu Beginn: Wie können für ländliche Räume neue Impulse bei der Mobilität gefunden werden?

Mobilitätssicherung im ländlichen Raum ist inzwischen auch für den ADAC ein wichtiges Thema. In vielen ländlichen Regionen gibt es einen Bevölkerungsrückgang. Zudem verschieben sich die Anteile innerhalb der Bevölkerung – der Anteil älterer Menschen ab 60 Jahren nimmt spürbar zu. Zudem konzentrieren sich ortsnahe Versorgungseinrichtungen immer stärker an zentralen Standorten. Ob Ärzte, Verwaltung oder Einkaufsläden – die Wege werden eher länger und nicht kürzer. Zugang zu Mobilität und deren Erhalt in ländlichen Strukturen ist nach Auffassung des ADAC ein entscheidender Faktor für die Lebensqualität.

Die Möglichkeit mobil zu sein, stellt gerade auf dem Land eine zentrale Voraussetzung dar, um am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Ländliche Räume sind charakterisiert durch eine Dichte von unter 150 Einwohnern je Quadratkilometer. Sie nehmen zwei Drittel der Fläche Deutschlands ein, in der knapp ein Fünftel der deutschen Bevölkerung lebt. Durch die dünne Besiedlung ist eine attraktive Erschließung mit öffentlichen Verkehrsmitteln im klassischen Linienbetrieb oft nicht wirtschaftlich. Insofern ist der Zugang zur Mobilität und deren Erhalt in ländlichen Strukturen nach Auffassung des ADAC ein entscheidender Faktor für die Lebensqualität.

Anke Rehlinger, stellvertretende Ministerpräsidentin und Ministerin für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes, saß auf dem Podium bei der Diskussion des ADAC in Berlin. Foto: Dr. Holger Jansen/Agentur Landmobil Der ADAC sieht die Politik in der Pflicht, die Daseinsvorsorge auf dem Land zu gewährleisten. Eine pauschale Patentlösung sieht der Verein nicht, vielmehr sei Flexibilität und Pragmatismus gefragt. Der ländliche Raum und seine Bewohner dürfen nicht als "Restgröße" behandelt werden. Die starke Fokussierung der Mittel auf Metropolregionen kann nicht das Ziel sein. Im Sinne einer funktionierenden, sozialen Gesellschaft muss die Mobilität der Bevölkerung im ländlichen Raum erhalten bleiben, fordert der ADAC. Der Ansatz Bürgerbus, bei dem eine Mobilitätsergänzung auf der lokalen Ebene geschaffen wird, ist hier ein Ansatz.

Neben Anke Rehlinger saßen noch Stefan Gelbhaar als Mitglied des Deutschen Bundestags für Bündnis 90/Die Grünen, Dr. Jan Schilling, Geschäftsführer ÖPNV für den Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Robert Henrich, Chef von MOIA und Gerhard Hillebrand, Vizepräsident für Verkehr des ADAC e. V. auf dem Podium. Die Veranstaltung fand am 13. Februar 2020 im ADAC-Büro Berlin statt. Das Verkehrsministerium im Saarland erarbeitet derzeit eine Förderrichtlinie für Bürgerbusse. In Rheinland-Pfalz kann beim Verkehrsministerium eine Förderung auf Grundlage des Förderbausteins ländliche Mobilität beantragt werden. Die Berater der Agentur Landmobil unterstützen bei allen auftretenden Fragen.