09.10.2017
Bürgerfahrdienst in der Verbandsgemeinde Puderbach: 1000 Fahrgäste in einem Jahr

Mit einem Blumenstrauß begrüßten in Vertretung von Bürgermeister Volker Mendel, der leider dienstlich verhindert war, die Herren Karl Hauck (li.) und Erwin Hoffmann (re.) Frau Anni Noll aus Raubach (2. v. re.) als den 1000. Fahrgast des Bürgerfahrdienstes der VG Puderbach.  Gratulation auch von der Fahrerin Frau Angelika Ammersbach (2. v. li.) – übrigens eine Mit-Initiatorin des Bürgerfahrdienstes. Frau Noll freute sich riesig über die gelungene Überraschung und lobte sehr die Einrichtung des Bürgerfahrdienstes und die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des gesamten Teams. Foto: Verbandsgemeinde Puderbach Der Bürgerfahrdienst ist aus dem lokalen Mobilitätsangebot der Verbandsgemeinde Puderbach nicht mehr wegzudenken. Am 21. September 2017 wurde der 1000. Fahrgast befördert. Entstanden war das Angebot mit intensiver Beratung aus dem landesweiten Projekt Bürgerbusse Rheinland-Pfalz im Jahr 2016. Das Team in Puderbach besteht aus 24 Personen und übernimmt ehrenamtlich den Telefon- und Fahrdienst. Im Rhythmus von zwei Monaten trifft sich die Gruppe bei einem Arbeitsfrühstück um Fragen zu klären, offene Punkte zu besprechen und die Einsatzpläne zu erstellen.

Mittlerweile sind es rund 50 Stammkunden, die immer wieder den Dienst des Bürgerbusses, der vor Ort Bürgerfahrdienst genannt wird, in Anspruch nehmen. Seit Bestehen des Bürgerbusses wurden bis Ende August 2017 in rund 1.600 Fahrten 15.250 km gefahren und dabei 943 Personen befördert. Der Bürgerbus fährt jeden Dienstag und Donnerstag in der Zeit von 8 – 16.45 Uhr. Die Fahrten können jeweils am Vortag in der Zeit von 14.30 –16 Uhr telefonisch unter der Tel. 02684 858106 angemeldet werden. Alle Fahrgäste werden an der Haustür abgeholt. Platz für einen Rollator ist vorhanden. Am 27. September 2016 erfolgte die erste Fahrt des Bürgerfahrdienstes in der Verbandsgemeinde Puderbach.

Der Telefondienst für den Bürgerfahrdienst/Bürgerbus Puderbach arbeitet im Rathaus in Puderbach. Foto: Dr. Holger Jansen/Projekt Bürgerbusse Rheinland-Pfalz Der ständig steigende Zuspruch führt zu Überlegungen, ob ein weiterer Fahrtag angeboten werden soll. Dazu Bürgermeister Volker Mendel: "Wir werden die weitere Entwicklung verfolgen, um zu gegebener Zeit entsprechende Entscheidungen zu treffen." Wenn Sie Fragen oder Anregungen zum Thema Bürgerfahrdienst haben wenden Sie sich bitte an Karl Hauck, Verbandsgemeinde Puderbach, Tel. 02684 858200 oder an den ehrenamtlichen Koordinator des Bürgerfahrdienstes, Erwin Hoffmann, Tel. 02684 5495.

Das Projekt in Puderbach ist Ergebnis aus der landesweiten Arbeit im Projekt Bürgerbusse Rheinland-Pfalz. Dr. Holger Jansen und Ralph Hintz beraten und unterstützen im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz lokale Gruppen, Orts- und Verbandsgemeinden – von der ersten Idee bis zum fahrenden Bürgerbus. In Rheinland-Pfalz fahren im Herbst 2017 rund 56 Bürgerbusse. Beim Start des landesweiten Bürgerbusprojekts im Jahr 2010 waren es sieben.

Hintergrund: Die Projektentwicklung in Puderbach

Die ländlich geprägte Verbandsgemeinde Puderbach im Kreis Neuwied bietet gute Voraussetzungen für einen Bürgerbus. Im April 2016 stellte Dr. Holger Jansen im Rathaus dem Seniorenbeirat und der Verwaltung die Idee für einen Bürgerbus vor. Die Verbandsgemeinde hatte zuvor schon mit einem Ruftaxi versucht, die Mobilität mit benachbarten Verbandsgemeinden in der Raiffeisenregion zu verbessern. Doch das Ruftaxi stieß nicht auf die entsprechende Nachfrage und wurde eingestellt.

Am 24. Mai 2016 präsentierten Dr. Holger Jansen und Ralph Hintz auf der gemeinsamen Sitzung der zuständigen Ausschüsse das Bürgerbuskonzept. Der einstimmigen Empfehlung für den Bürgerbus folgte auch der Verbandsgemeinderat am 2. Juni 2016. Damit war der Weg frei für die weitere Konzept- und Projektentwicklung. Dr. Holger Jansen und Ralph Hintz waren für eine Informationsveranstaltung am 12. Juli 2016 im Puderbacher Rathaus. Den Planungsworkshop am 31. August 2016 moderierte Ralph Hintz. Etwa 25 Gäste legten die Details fest und einigten sich auf den ersten Fahrtag am 27. September 2017. Das Fahrzeug war schon vorhanden, so dass die Planungs- und Entwicklungszeit mit einem halben Jahr sehr kurz ausfiel.

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